Erasmus + Projekt „Memory: A Passport to the Future“

APassportToTheFutureVom 12. - 18. Februar 2017 fand das dritte internationale Treffen des  EU-geförderten Erasmus+ Projekts „Memory: A Passport to the Future“ in Syrakus auf Sizilien statt.
Im Rahmen des Projekts erforschen Schülerinnen und Schüler aus Marmande (Frankreich), Syrakus (Italien), Valladolid (Spanien) und Frankfurt biologische, geschichtliche und gesellschaftliche Bedingungen von Gedächtnis und Erinnerung in Europa.

Bei der diesmaligen Austauschfahrt, an der wieder sieben Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen des Gymnasium Riedberg teilnahmen, stand das kulturelle Erbe der europäischen Länder im Vordergrund.

Bereits im Vorfeld erarbeiteten die Schüler im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft Präsentationen  zu sozialen Umgangsformen in Deutschland und kulturellen Besonderheiten unserer hessischen Region. Diese konnten, nach gegenseitiger Präsentation, mit den Ergebnissen der anderen europäischen Schülergruppen verglichen werden. Außerdem hatten die Schüler als Vorbereitung des Treffens Interviews mit Zeitzeugen geführt, um  die Auswirkungen der Kriegserfahrungen älterer Generationen auf das kollektive Gedächtnis Europas verstehen zu können.

Neben der intensiven Projektarbeit konnte die internationale Schülergruppe das kulturelle Erbe Siziliens auf mehreren Ausflügen und Museumsbesuchen entdecken und sich darüber austauschen.
Auf dem Programm standen unter anderem ein Besuch des Papyrusmuseums in Syrakus, wo die Schüler in einem Workshop selbst Papyruspapier herstellen und somit die Wurzeln der Schriftkultur in Europa begreifen konnten. Weiterhin besuchten sie die antiken Stätten der Griechen und Römer, wie das griechische Theater und das römische Amphitheater sowie Rekonstruktionen der Erfindungen des in Syrakus geborenen Archimedes. Besonders beeindruckend war auch der Besuch bekannter Barockstädte wie Noto, Modica und Ragusa, mit der Erkenntnis, dass manche Architekturstile ganz Europa prägten. Die Herstellungen von typisch sizilianischer Schokolade und eine ausgiebige Verkostung war nicht nur eine willkommene Stärkung, sondern erwies sich auch als gemeinsame Vorliebe europäischer Jugendlicher.

Nach einer vielfältigen Woche und frühlingshaften Temperaturen fiel es den Beteiligten schwer, auf der Abschiedsfeier bei Musik und einem reichhaltigen Buffet mit sizilianischen Spezialitäten „Arrivederci“ zu sagen.

Zurück in Frankfurt wird die Arbeitsgemeinschaft die Vorbereitungen für das letzte Projekttreffen, das im Mai in Valladolid stattfinden wird, beginnen. Diesmal wird die Frage im Vordergrund stehen, inwiefern die gemeinsamen Erinnerungen an die Vergangenheit und die Gegenwart unsere Zukunft in Europa prägen. In Valladolid wollen die Schülergruppen dann ein „Museum des 21. Jahrhunderts“ erstellen, das zeigt, an welche Ereignisse und Errungenschaften unserer Zeit sich die zukünftigen Generationen erinnern werden.


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