Buchempfehlungen der Klasse 9d

Im Bild seht ihr von links nach rechts: obere Reihe: Sophia Zislin, Frida Schwaiger, Leonie Münch, Leonard Schäfer, Anton Plötner; untere Reihe: Christel Müller, Mia Kopp, Marta Nowosselzew

 

Leonards Lesetipp: WIR SIND DIE WAHRHEIT von Andreas Götz

Der Jugendroman „Wir sind die Wahrheit“, geschrieben von Andreas Götz und veröffentlicht im Jahr 2020, handelt von den 19-jährigen Zwillingen Noah und Leah und ihren Lebensveränderungen, nachdem sie mit Rechtsradikalismus in Berührung kommen.

Noah und Leah wachsen in einem sehr sozialen Elternhaus auf und engagieren sich schon früh in der Flüchtlingshilfe. Als Noah von Unbekannten zusammengeschlagen wird und im Koma liegt, wird die Tat Flüchtlingen zugeschrieben. Kurz darauf bekommt Leah verschiedene Hinweise, dass sich ihr Bruder rechtsradikal orientiert hat. Sie beginnt daraufhin zu ermitteln.

Bei meiner Buchauswahl ist mir der Schriftzug des Titels „Wir“ direkt ins Auge gefallen und er hat mich an den Nationalsozialismus erinnert. Zudem machte mich der Klappentext auf der Rückseite neugierig, da dort verschiedene Fragen und keine übliche Inhaltszusammenfassung abgedruckt sind.

Es macht Spaß, den Roman zu lesen, da man immer neugieriger wird, ob Noah wirklich ein Rechtsradikaler geworden ist. Da das Buch in der Ich-Perspektive aus der Sicht Leahs geschrieben ist, bekommt man durch ihre Inneren Monologe einen sehr guten Einblick in ihre Gefühlswelt. Man kann „Wir sind die Wahrheit“ zwar nicht als thrillerhaft-spannend bezeichnen, aber die Handlung hat mich fasziniert und zum Nachdenken angeregt, insbesondere über meine eigenen moralischen Ansichten. Dazu erfährt man Argumente von Rechtsradikalen, mit denen man sonst nicht so leicht in Berührung kommt.

Mein persönliches Fazit zum Roman ist, dass rechtsradikale Gruppierungen niemals aussterben werden und wir uns dies immer wieder bewusst machen müssen. Ich empfehle das Buch, da es nicht oberflächlich ist und es gerade für uns Deutsche aufgrund unserer Geschichte wichtig ist, sich mit Rechtsradikalismus auseinanderzusetzen

Leonard Schäfer

Antons Lesetipp: TOP SECRET 1: DER AGENT von Robert Muchamore

Der Spionageroman „Top – Secret: Der Agent“, von Robert Muchamore geschrieben und 2004 veröffentlicht, ist der erste Band der 12-teiligen „Top-Secret“-Buchreihe, die auch noch die Fortsetzungen „Top-Secret – Die neue Generation“ und „Henderson's Boys“ hat. Er handelt von einem 12-jährigen Jungen namens James Choke.

Zu Beginn des Buches stirbt James` Mutter an Alkoholvergiftung, woraufhin James in ein Kinderheim gebracht wird. Nach einiger Zeit wird eine Geheimorganisation des britischen Geheimdienstes namens „Cherub“ auf ihn aufmerksam, die Kinder als Agenten ausbildet. Ihm wird angeboten selbst auch ein Agent zu werden und ohne viel Zögern nimmt James an. Doch bevor er auf seinen ersten Einsatz geschickt werden kann, muss James erst eine 100-tägige Grundausbildung absolvieren, die ihn an seine Grenzen bringt.

Zu Beginn des Romans erfährt man wenig über den Hauptcharakter und dessen Vorgeschichte. Es geht aber dafür sehr schnell mit der Action und der Spannung los. Insgesamt ist das Buch sehr spannend und ereignisreich. Durch die verwendete Jugendsprache kann man James` Gefühle sehr gut nachempfinden, obwohl nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde.

Alles in allem hat mir der Roman sehr gut gefallen, da er sehr packend und spannend geschrieben ist. Ich würde ihn allen empfehlen, die actionreiche Bücher mögen.

Anton Plötner

Mias Lesetipp: 28 TAGE LANG von David Safier

„28 Tage lang“ wurde von dem bekannten deutschen Schriftsteller David Safier verfasst und 2014 veröffentlicht. Hier werden sowohl die Kriterien eines Liebesromans als auch die eines Historischen Romans erfüllt.

Die 16- jährige Mira lebt zusammen mit ihrer Familie im Warschauer Ghetto zur Zeit des Nationalsozialismus. Das Ghetto war in der Realität ein eingezäunter Stadtteil mitten in Warschau, in welchem zeitweise fast 500.000 Juden lebten. Ihre Lebensumstände waren meist schrecklich, da sie alltäglich mit Armut und Hungersnot zu kämpfen hatten. So ergeht es auch Mira, die schon in jungen Jahren mit vielen Schicksalsschlägen zu kämpfen hat. Um für den Lebensunterhalt zu sorgen, arbeitet Mira illegal als Schmugglerin. Als ihr nach und nach bewusst wird, dass die gesamte Ghettobevölkerung in Konzentrationslager verschleppt werden soll, schließt sie sich Widerstandskämpfern an und setzt sich gegen die SS ein.

Das Besondere an dem Buch ist, dass sich vieles Beschriebene historisch tatsächlich zugetragen hat, die Hauptcharaktere und deren Geschichten aber frei erfunden sind. Der Roman ist durchgängig aus Miras Perspektive geschrieben, wodurch man sich gut in ihre Gefühle hineinversetzen kann. Dies liegt auch am angenehmen Lesestil. Mira macht während der Geschichte eine extreme Entwicklung durch und erlebt sehr viel Leid und Todesangst, dennoch denkt sie über die richtige moralische Entscheidung nach und fragt sich immer wieder, was für ein Mensch sie sein möchte. Dadurch fragt man sich als Leser automatisch, wie man in so einer Extremsituation gehandelt hätte. Durch die gegebenen Hintergrundinformationen versteht man die Romanhandlung auch ohne großes Vorwissen. Ein Kritikpunkt ist meiner Ansicht aber, dass die eingebaute Liebesgeschichte von Mira überflüssig ist und nur von dem wichtigen Thema ablenkt.

Mia Kopp

Martas Lesetipp: DIE BÜCHERDIEBIN von Markus Zusak

Der Jugendroman „Die Bücherdiebin“, geschrieben von Markus Zusak und veröffentlicht im Jahre 2005, handelt vom Nationalsozialismus und der Judenverfolgung.

Das kleine Waisenmädchen Liesel Meminger ist dabei die Hauptfigur und wird bereits im sehr jungen Alter in einer Pflegefamilie untergebracht. Dort wächst sie langsam heran und entwickelt in dieser Zeit eine unbeschreibliche Liebe zu Büchern. Mit diesen gemeinsam geht sie durch bewegende Abenteuer geht, und zwar zur bitteren Zeit des Nationalsozialismus.

Das Besondere an dem Roman ist, dass es sich beim Erzähler um den Tod persönlich handelt, der die teils schrecklichen Geschehnisse im zeitgemäßen Verlauf aus seiner menschlichen Perspektive berichtet. Der Tod besitzt zwar einen Überblick über die Erlebnisse und Gefühle alle Menschen der Erde, doch den Großteil seiner Aufmerksamkeit schenkt er schlussendlich Liesel, da das Mädchen ihn besonders fasziniert. Somit handelt der Roman auch von ihr.

Sprachlich gesehen wird relativ diffizil geschrieben, was einen an einigen Stellen zum Nachdenken anregt. Und dadurch, dass es auch viele tiefgründige Momente gibt, lässt der Roman einen tatsächlich noch ein bisschen mehr grübeln. Außerdem werden sehr viele schöne und bewegende Beschreibungen verwendet, die den Text sehr ausschmücken und das Lesen unvergesslich machen. Die Charaktere werden ebenfalls sehr präzise beschrieben, sodass man sie im Laufe der Geschichte wie im echten Leben kennenlernt und sich somit auch sehr gut in sie hineinversetzen kann. Dabei variieren die Persönlichkeiten auffallend, was einen interessanten Kontrast schafft und die Geschichte spannender macht. Die Atmosphäre, die das Buch schafft, ist eher bedrückend als fröhlich, was am Thema liegt. Man wird oftmals emotional berührt, doch so versteht man den Roman auch noch einmal auf ganz andere Weise.

Im Großen und Ganzen gefiel mir das Buch sehr und ich würde es jedem weiterempfehlen, der an historischen bzw. bewegenden Geschichten interessiert ist. Besonders die Verwendung der Perspektive des Todes eröffnet einem ganz neue Sichtweisen auf die Ereignisse.

Marta Nowosselzew

Sophias Lesetipp: ONE OF US IS LYING von Karen M. McManus

Fünf Schüler müssen aus demselben Grund in der Schule nachsitzen. Währenddessen ereignet sich ein Unfall auf dem Schulparkplatz, weshalb der aufsichtsführende Lehrer aus dem Raum geht. Auf einmal gerät einer der fünf Schüler plötzlich in Atemnot und bricht zusammen. Später im Krankenhaus stellt sich heraus, dass es sich um keinen natürlichen Tod handelt. Einer der anwesenden Schüler muss ihn umgebracht haben, aber wer?

Zu lesen, wie ein Mord eine Highschool aus dem Konzept bringen kann und wer alles Einfluss darauf nimmt, ist sehr spannend. Zudem ist die Geschichte zeitlich nachvollziehbar, weshalb man eigene Ermittlungen anstellen kann. Denn auch als Leser weiß man nicht, wem man trauen kann und wem nicht.

Bei der Darstellung der Charaktere wird mit vielen Klischees gearbeitet, die teilweise ausgeräumt werden, teilweise jedoch nicht. Es ist besonders aufregend zu lesen, wie es ist, wenn vier Stereotype, die vorher nie etwas miteinander zu tun hatten, zusammentreffen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der verschiedenen Schüler geschrieben, wodurch man einen tiefen Einblick das private Umfeld und in das Denken der verschiedenen Personen gewinnt.

Sophia Zislin

Fridas Lesetipp: SAVE ME von Non Kasten

In dem Roman „Save me", geschrieben von Non Kasten und veröffentlicht im Jahr 2018, geht es um das unauffällige Mädchen Ruby und den reichen, beliebten Jungen namens James. Beide besuchen dieselbe Schule und mögen sich zunächst nicht. Bei einem gemeinsamen Projekt lernen sie sich dann aber näher kennen und fangen an, sich füreinander zu interessieren. Da James, der die Beziehung irgendwann als großen Fehler ansieht, Ruby plötzlich ignoriert, droht die Freundschaft zu zerreißen.

Der Titel und das Cover des Buches sind spannend und nicht zu viel vorhersagend gewählt. Bis ich den Klappentext gelesen habe, hatte keine ich keine Idee, wovon dieser Roman handeln könnte. Dies war für mich einer der Gründe, es lesen zu wollen.

Es macht Spaß, diesen Roman zu lesen, weil hier immer etwas Unerwartetes passiert. Man will immer wissen, wie es weiter geht. Außerdem wurde der Roman aus den zwei Perspektiven der Hauptcharaktere geschrieben, was es sehr einfach macht, zu verstehen, wie sich Ruby und James fühlen und was sie denken.

Die Geschichte ist zwar angenehm zu lesen, entspricht aber dem Schema einer typischen Liebesgeschichte, was die Handlung des Romans bis auf Kleinigkeiten sehr vorhersehbar macht. Außerdem folgen nach dem ersten Band zwei weitere, die man lesen muss, um das Ende zu erfahren, daher endet der erste Band mit einem teilweise offenen Ende.

Abschließend kann man sagen, dass „Save me“ eine schöne, sehr einfach zu verstehende, aber teilweise zu einfach gestrickte Geschichte enthält. Ich würde das Buch denen empfehlen, die beim Lesen einfach einmal entspannen und nicht so viel nachdenken möchten. Besonders Personen, die gerne spannende Liebesgeschichten lesen, wird dieser Roman viel Spaß beim Lesen bereiten.

Frida Schwaiger

Leonies Lesetipp: TOP SECRET von Robert Muchamore

„Top Secret“, geschrieben von Robert Muchamore, ist eine Action- und Spionageromanreihe und handelt von einer Geheimorganisation namens „Cherub“, die Kinder zu Agenten ausbildet. Die ganze Reihe ist ähnlich aufgebaut, jedoch erzählt jeder Band von einer neuen Mission. Daher sind die einzelnen Bände auch in sich abgeschlossen.

Der Band „Die neue Generation 1“ handelt von einem 13-jährigen Jungen namens Ryan, dessen erste Mission unmittelbar bevorsteht. Dabei soll er sich mit einem Jungen seines Alters, Ethan Aramov, anfreunden, um Geheimnisse von dessen Familie aufzudecken. Ethans Großmutter leitet einen Clan, der in illegale Geschäfte verwickelt ist, darunter Drogenschmuggel. Da die Großmutter aber an Krebs erkrankt ist, muss ein Nachfolger ausgewählt werden. Diese Position will Ethans Onkel Leonid einnehmen und ist zu allem bereit, um Macht zu erlangen.

Der Roman ist sehr spannend und fesselnd geschrieben. Ich finde, die Geschichte und das Verhalten der Figuren sind leicht nachzuvollziehen. Dies wird nicht zuletzt durch die Sprache erreicht. Sie wurde, da die Figuren hauptsächlich Kinder sind, auf der Ebene der Jugendsprache gehalten, die Passagen des personalen Erzählers befinden sich auf der mittleren Sprachebene. Die Handlung wird allgemein sehr detailliert und gut beschrieben. Die Figuren und die Verbindungen der Figuren untereinander werden in dem Roman sehr leicht veranschaulicht. Hin und wieder gibt es auch eine kurze Rückblende. Die meisten Bände der Reihe enden mit einem Epilog, der von der Zukunft erzählt. Dies gibt es jedoch bei diesem Teil nicht.

Jeder von euch, der Spionageromane mag, sollte auch diese Reihe einmal lesen!!!

Leonie Münch

Christels Lesetipp: SELECTION von Kiera Cass

Der von mir ausgewählte Roman heißt „Selection“ und ist der erste Teil einer erfolgreichen Romanserie. Danach folgten bis heute sechs weitere Teile.

Er spielt in einer Fantasiewelt und handelt von einem Mädchen namens America Singer, welches in ärmeren Verhältnissen lebt. In diesem Jahr soll eine neue Königin für das Land Illeà in Form eines Wettbewerbs gewählt werden. America möchte sich daran nicht beteiligen, da sie sich schon in einer glücklichen, jedoch heimlichen Beziehung befindet. Ihre Familie bewegt sie schlussendlich doch zur Teilnahme am Casting. Ab jetzt heißt es: 35 Mädchen und eine Krone. America Singer tritt als eine selbstbewusste junge Frau auf und lässt sich nicht unterkriegen, vor allem nicht von dem Neid anderer Mädchen bei dem Casting.

„Selection“ richtet sich wohl eher an Mädchen. Man kann sich gut in die beschriebene Atmosphäre hineinversetzen, da der Roman in der Ich-Perspektive von America Singer geschrieben ist und Jugendsprache verwendet. Mit einer Tasse Tee dem Sofa liegend, lässt sich das Buch sehr gut lesen.

Du sollest aber wissen: In dem ersten Teil wird nicht erwähnt, wer nun die Königin wird. Man muss also die weiteren Teile lesen, um die gesamte Geschichte zu erfahren. Wenn ich dein Interesse an dieser Roman-Serie geweckt habe, leih dir den Roman hier aus!

Christel Müller