Beteiligung der Schulbücherei an der Klimaschutz-Initiative Riedberg

Im Rahmen der Klimaschutz-Initiative Riedberg hat unsere Schulbibliothek im Sommer eine Mitmach-Aktion zum Thema „Meeresschutz“ veranstaltet. Es bestand die Möglichkeit, der Jugendbuchautorin Katja Brandis Fragen zu stellen, was ihr im Hinblick auf den Meeresschutz wichtig ist. Brandis thematisiert den Klimawandel und die Folgen für das Leben im Meer in ihrem Roman „Seawalkers – Wilde Wellen“.

 

Das Team der Schulbibliothek hat sich über die interessanten Fragen an die Autorin gefreut. Dies zeigt, dass der jungen Generation das Thema „Klimaschutz“ unter den Nägeln brennt. Paulien Mönning, Oskar Weidermann, Leo Said, Juliana Groh, Julius Rutte sowie David Movshyn sind die Preisträger der Mitmach-Aktion. Die ersten Plätze erhielten Buchpreise, darunter auch Brandis` Roman „Seawalkers“.

Eine Auswahl der gestellten Fragen hat Frau Brandis beantwortet. Hierbei gibt sie konkrete Ratschläge, was die Politik, aber auch wir ganz persönlich in unserem Alltag gegen die Erderwärmung und die Meeresverschmutzung tun können. Auf die Frage, welches Meerestier sie denn gerne selbst wäre und welche Botschaft sie den Menschen senden würde, antwortet sie: Als Delfin würde sie die Menschen um weniger Lärm im Meer bitten sowie dazu aufrufen, keinen Plastikmüll mehr zu produzieren und vor allem nicht in seinem Lebensraum abzuladen.

Die Schulbücherei hat neben den Seawalker-Romanen auch eine ganze Reihe an Sachbüchern, die über das Thema „Umweltschutz“ informieren. Sie sind auf unterschiedliche Altersgruppen zugeschnitten. Wen das Thema interessiert, der komme bei uns vorbei und leihe sich die entsprechenden Bücher aus.

Weiterlesen möglich: Wir haben für euch auch den Antwortbrief von Katja Brandis auf die Fragen unserer Schüler und Schülerinnen beigefügt.

Sabine Conrad und Katja Schwidop (Schulbücherei des Gymnasium Riedberg)

  

Antwortbrief der Autorin Katja Brandis auf die Fragen unserer Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Meeresschutz-Aktion unserer Schulbücherei

Ich habe gelesen, dass sich im Weddellmeer in der Antarktis erst kürzlich ein riesiger Eisblock von einem der Eisberge gelöst hat, der größer ist als Mallorca, und dass das Eis immer schneller ins Polarmeer rutscht und schließlich schmilzt. Glauben Sie, dass sich diese große Schmelze und die Erwärmung der Weltmeere noch aufhalten lassen, und könnten auch wir Kinder etwas tun, um das Schmelzen der Eisberge im Meer zu stoppen?

Dass euch das Sorgen macht, verstehe ich gut ... ich mache mir auch welche. Meiner Meinung nach können wir die Schmelze noch begrenzen, indem wir unser Verhalten ändern. Wenn du das Fahrrad nimmst statt dich im Auto irgendwo hinfahren zu lassen, im Winter lieber einen Pulli anziehst, statt die Heizung aufzudrehen, Dinge reparierst, statt sie wegzuwerfen und neu zu kaufen, dann hilfst du dabei mit. Du könntest auch deine Eltern überreden, seltener mit dem Flugzeug Urlaub zu machen und regionale Lebensmittel zu kaufen. Denn wenn Waren um die Welt transportiert werden, erzeugt das Klimagase.
Sprecht mal mit euren Eltern darüber, was sie eigentlich gegen den Klimawandel tun, schließlich geht es um die Welt, in der ihr als Erwachsene leben werdet! Ganz wichtig ist auch, den Druck auf Politiker aufrecht zu erhalten, dass sie mehr für den Klimaschutz tun. Deshalb finde ich Fridays for Future eine großartige Bewegung.

An Meere und Ozeane grenzen immer viele unterschiedliche Länder. Wie können sich diese in Zukunft über den Schutz der Meere und die Fischereibestimmungen einigen?

Das mit dem Einigen ist nicht ganz leicht, aber meinem Eindruck nach kommt es jetzt vor allem darauf an, dass mehr Schutzgebiete eingerichtet werden. Dort können sich Fischarten in Ruhe fortpflanzen. Zu diesem Zweck unterstütze ich zum Beispiel die Organisation „Mission Blue“, die genau das vorantreibt.
Außerdem ist wichtig, dass der illegale Fischfang unter Kontrolle gebracht wird. Denn im Moment gibt es zwar viele Schutzbestimmungen, aber was nützen die, wenn jede Menge Schiffe heimlich in Schutzgebieten wildern und hemmungslos das Meer ausräumen? Wir brauchen also mehr Meeres-Ranger und Überwachung der Gebiete mit Satellit.
Was man selbst tun kann? Ich persönlich esse weniger Fisch und kaufe nur noch Bio-Fisch (aus nachhaltigem Fischfang oder Bio-Fischzucht) und Garnelen.

Welche wichtige Bedeutung haben die Meere und wodurch sind sie bedroht? Haben sie eine Bedeutung für alles Leben auf der Erde?

Ja, natürlich, die Meere sind wahnsinnig wichtig ... sie erzeugen zum Beispiel über ihre Algen einen großen Teil des Sauerstoffs, den wir atmen. Die größten Bedrohungen sind zurzeit, dass die Meere leergefischt werden, dass sie durch den Klimawandel versauern und dass manche Meerestiere wie z.B. Korallen nicht mit den steigenden Meerestemperaturen klarkommen.

Wenn Sie ein Unterwassertier wären, welches wären Sie und was würden Sie uns Menschen gerne sagen?

Ich wäre ein Delfin und würde den Menschen sagen, dass sie bitte aufhören sollen, durch Schiffsmotoren und Unterwasser-Erkundungen zur Rohstoffsuche so viel Krach zu machen! Das stresst mich nämlich wirklich. Wäre auch nett, wenn ihr aufhören würdet, so viel Einweg-Plastik zu verwenden, denn vieles davon landet leider im Meer und ist gefährlich für mich und andere Meerestiere.

 

Eure Katja Brandis