Science on stageDas europäischen Science on Stage Festival 2019 war „sehr empfehlenswert“. Im sommerlichen Cascais (bei Lissabon gelegen) trafen sich 450 Lehrkräfte aus 30 Nationen (unter anderen aus Kasachstan, Kanada, Moldawien, usw.)  um sich gegenseitig naturwissenschaftliche Unterrichtsprojekte vorzustellen. In Workshops und bei Präsentationen auf der großen Bühne konnten auch drei Lehrkräfte des Gymnasiums Riedberg unter dem Motto „Skills for the future“ Impulse für den naturwissenschaftlichen Unterricht der Zukunft sammeln.
Projekte in folgenden Kategorien wurden präsentiert:
• Science in Early Years (Projekte für Kindergärten und Grundschulen),
• Digital Literacy and Science Education (Projekte zu Themen wie Coding, Digital Media oder das „Internet of Things“),
• Sustainable Development in Science Education (Projekte, die sich wissenschaftlich mit der Erforschung von Umwelt-, Gesundheits- und Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen),
• Astronomy and Space Exploration in Science Education (Projekte mit dem Fokus auf beispielsweise Astronomie, Raumfahrt, Leben auf anderen Planeten etc.),
• Low-Cost and Recycled Science (Projekte mit billigen oder wiederverwendeten Materialien),
• Inclusive Science (fächerübergreifende Projekte im MINT-Bereich),
• Joint projects (internationale Projekte, die in Kooperationen durch ehemaligen Festivalteilnehmer/innen entwickelt wurden)
 
Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Europa stellten ihre Projekte vor und kamen so über die Gestaltung von Schule und Unterricht ins Gespräch.
Dieses hat auch bei den Lehrkräften des Gymnasiums Riedberg zu neuen Projektideen und länderübergreifende Kooperationen geführt, von denen wir hoffentlich in der Zukunft auch wieder berichten können. Aber nicht nur die Möglichkeit auf dem Festival neue Kontakt und Ideen für Schulprojekte zu sammeln ist sehr empfehlenswert, sondern auch das vorgestellte Projekt des Gymnasium Riedberg wurde als „highly commended“ ausgezeichnet.

 


Zur Info:
Das Projekt des Gymnasium Riedberg aus Frankfurt am Main
Alexander Köhler, Dr. Axel Gruppe und Thomas Kluge, Gymnasium Riedberg, Frankfurt am Main, Hessen „Bau einer myoelektrischen Handprothese“
Schülerinnen und Schülern eine praxis- und projektorientierte Technikbildung zu gewähren sowie Einblicke in die Berufsfelder von Ingenieuren zu geben ist das Hauptanliegen der Junior Ingenieur Akademie (JIA) am Gymnasium Riedberg. Über zwei Jahre wurde eine funktionsfähige myoelektrische Prothese erstellt. Dies geschah im Rahmen des an den Leitfächern Biologie, Physik und technische Informatik orientierten Wahlpflichtkurses JIA. Dazu eigneten sich die Schülerinnen und Schüler grundlegende Theorien an, bauten ein Arduino-Shield, programmierten dieses und konstruierten damit einen Elektromyographen bevor die Prothese schließlich mit einem 3-D-Drucker realisiert wurde. Gefördert wurde dieses interdisziplinäre und kontextorientierte Projekt von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und der Deutschen Telekom Stiftung.