genetische fingerabdruck 2Am 24.01.19 unternahm ein kleines Team der E-Phase unserer Schule einen Ausflug in die Main-Taunus-Schule nach Hofheim, um einen dort angebotenen Workshop zum Thema „Genetischer Fingerabdruck“ zu besuchen. Das Angebot wurde durch die Rhein-Main-Kooperation der MINT-EC-Schulen ermöglicht.
Als wir in der Schule in Hofheim angekommen waren, starteten wir auch sofort mit etwas Theorie. Wir lernten mithilfe eines kleinen Films, was der genetische Fingerabdruck ist, wozu man ihn gebrauchen kann und mit welchen Mitteln wir diesen ermitteln können. Nachdem uns ein fiktiver Mordfall geschildert wurde, bei dem die Polizei vier Verdächtige festgenommen hatte, machten wir uns erstmal mit den Werkzeugen vertraut, die wir zum Untersuchen der am Tatort gefundenen DNA brauchten. Kaum hatten wir die wichtigsten Schritte geübt, präparierten wir die DNA der Verdächtigen und die am Tatort gefundene, um diese dann zu zentrifugieren. Anschließend vervielfältigten wir diese DNA-Stränge (STR) durch die PCR-Methode im Thermocycler, bei der die DNA 25-30 mal auf 90°C erhitzt und wieder auf 74°C abgekühlt wurde.
Um die Gelelektrophorese durchführen zu können, stellten wir ein Gel aus Agarose her, in dessen Taschen wir unsere vervielfältigte STR füllten. Unser Gel bedeckten wir mit einer leitenden Flüssigkeit und legten Gleichstrom an. Da DNA negativ geladen ist wanderte diese zum Pluspol. Je länger die DNA-Stränge, desto weniger weit können diese in der gegebenen Zeit wandern. Somit entstehen bei unterschiedlichen Menschen unterschiedliche DNA-Bandenmuster, welche nach dem Einfärben miteinander verglichen werden können. Da das Bandenmuster der DNA vom Tatort mit einem der Verdächtigen übereinstimmte, wussten wir nun wer am Tatort gewesen und sehr wahrscheinlich unser gesuchter Mörder war.
Lucia Burk, E-Phase